Die Freie Waldorfschule zog 1932 in die Garvens-Villa in der Jägerstraße 12a am Georgengarten. Mit Verbot der Anthroposophischen Gesellschaft verhängte die nationalsozialistische Regierung ab Ostern 1935 eine Schülersperre an der hannoverschen Waldorfschule, das heißt, es durften keine Schulanfänger mehr aufgenommen werden. 1938 musste die Schule ganz schliessen.

90 Jahre Freie Waldorfschule Hannover-Maschsee:
Eintauchen in die Geschichte

Anlässlich ihres 90. Geburtstages werfen wir in diesen Tagen einen Blick zurück auf die wechselvolle Geschichte unserer Schule und erinnern hier an wichtige Ereignisse aus ihrer Chronik.

Erster Teil: 1926: Der Anfang

  • 1926: Die Hannoveraner Lehrerin Mathilde Hoyer beginnt Ostern mit 52 Erstklässlern eine Versuchsklasse in der Bürgerschule, Friesenstr. 26 nach der Waldorfpädagogik zu unterrichten. Ein Jahr später wird diese Klasse in die neu gegründete Waldorfschule überführt. Diese wächst ständig. Die Unterbringung einzelner Klassen an verschiedenen Orten der Stadt gestaltet sich schwierig. 1932 erhält die Schule eine Villa in der Jägerstraße. Alle Schüler können nun unter einem Dach unterrichtet werden.
  • Ostern 1935: Die nationalsozialistische Schulbehörde verhängt ein Aufnahmeverbot. Zu diesem Zeitpunkt hat die Schule etwa 400 Schüler und 16 Lehrer. Trotz ständig steigender Repressionen der Schulverwaltung und dadurch schrumpfender Schülerzahl gibt die Schulgemeinschaft zunächst nicht auf. Im Jahr 1938 erfolgt die Schließung der Schule, bevor es 1945 nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu einem Neuanfang in der zerbombten Jugendherberge am Maschsee kommt.

Interessieren Sie sich für die unterschiedlichen Standorte unserer Geschichte? Begeben Sie sich doch auf eine historische Picknick-Tour auf den Spuren der Waldorfschule in Hannover - hier unser Vorschlag, entnommen aus der in Kürze erscheinenden Festschrift zum neunzigjährigen Jubiläum.
PDF Picknick-Tour (Festschrift S.70)

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