Waldorfschulen müssen auch in Zukunft unabhängig vom Einkommen der Eltern allen Kindern offen stehen und angemessene Lehrergehälter zahlen können. Mit der Kampagne „Beweg Dich, Niedersachsen“ für eine faire Schulfinanzierung erinnern wir die Landesregierung an ihre Koalitionsaussage, Freie Schulen fair und gerecht zu finanzieren. Machen Sie mit!

Kollegium der FWS Hannover-Maschsee

 

Die Freien Schulen brauchen Finanzhilfesätze, die die Schülerkosten zu 100 Prozent decken – und nicht nur wie bislang zu rund 60 Prozent! Wir brauchen deshalb dringend weitere Unterstützung, jede Unterschrift für die Petition zählt: 24.000 Stimmen sind als sogenanntes Quorum nötig, damit die Politik sich mit der Petition befasst und Stellung bezieht. Bislang sind erst 30 Prozent der Unterschriften aus Niedersachsen erreicht (Stand: August 2017), die Aktion läuft noch bis zum 23. November 2017.

Was Sie tun können?

Unterschreiben Sie die Petition und aktivieren Sie Großeltern, Freunde, Nachbarn und Bekannte als weitere Unterstützerinnen und Unterstützer – denn Freie Schulen wie die Waldorfschulen garantieren eine vielfältige Schullandschaft. Weil die Schülerinnen und Schüler es wert sind.

Sie können sich Unterschriftenbögen herunterladen oder direkt online ausfüllen. Einfach mitmachen und weitersagen!

Hintergrund:
Die finanzielle Situation vieler Waldorfschulen ist prekär. Zwar hat die niedersächsische Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag bereits im Jahr 2013 versprochen, Freie Schulen künftig gerechter zu finanzieren. Doch passiert ist seither: nichts. Waldorfschulen erhalten nur rund 60 Prozent ihrer Mittel aus der finanziellen Unterstützung durch die Landesregierung. Die Schulgelder sind damit gedeckelt und können nicht allein die Finanzierung der Waldorfschulen sicherstellen. In Niedersachsen erhalten Freie Schulen pro Jahr und Schüler rund 500 Euro vom Staat weniger als im Bundesdurchschnitt. Das untergräbt die im Grundgesetz verankerte Privatschulfreiheit! Waldorfschulen sind deshalb auf zusätzliche Unterstützung der Eltern und Zuschüsse der Kommunen angewiesen. Sowohl Kommunen als auch Eltern sind jedoch nicht in jedem Landkreis in der Lage, die Finanzlücke der Waldorfschule vor Ort zu schließen. Gleichzeitig verbietet das Grundgesetz, dass private Schulen Schüler aufgrund der Einkommensverhältnissen ihrer Eltern vom Schulbesuch ausschließen (Sonderungsverbot).

Von uns als Elternschaft ist deshalb Bewegung gefordert - unter dem Motto „Beweg Dich! Für eine faire Schulfinanzierung“!

Um für eine künftig faire Schulfinanzierung zu werben, hat die Landesarbeitsgemeinschaft Niedersachsen/Bremen im Bund der Freien Waldorfschulen e. V. die Aktion „Beweg Dich Niedersachsen“ ins Leben gerufen. Noch vor der Landtagswahl im Oktober 2017 wollen wir deshalb in den kommenden Wochen Landtagsabgeordnete in unsere Schulen einladen, um den direkten Austausch mit den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen.

Interessant ist es zu dem Thema auch die Pressemitteilung des Bundes der Freien Waldorfschulen zum Rechtsgutachten von Verfassungsrechtlerin Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf (Leibniz Universität Hannover) "Das missverstandene Sonderungsverbot für private Ersatzschulen" zu lesen. 

Zusätzliche Informationen