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Kiffen und mehr

„Jeder Schüler ist wichtig“

Wie soll man mit Drogenmissbrauch an der Schule umgehen? Als zuständige Beratungslehrer haben Allegra Michahelles und York Semmler sich eingehend mit dieser Frage befasst. Im Interview berichten sie über das neue Konzept der Suchtprävention.

Frau Michahelles, Herr Semmler, sind Drogen an unserer Schule ein Problem?

Allegra Michahelles: Nicht mehr und nicht weniger als an anderen Schulen auch. Aber es wird nicht überall darüber geredet. Drogenkonsum spielt sich ja in der Regel im Verborgenen ab. Wir machen die Tür auf und sehen, was wir tun können.

Um welche Drogen handelt es sich überhaupt?

York Semmler: Wir führen da keine Statistik. Aber der gesellschaftliche Spitzenreiter bei den illegalen Drogen ist momentan Cannabis, vermutlich verhält es sich an unserer Schule nicht anders. Das gilt auch für andere Suchtmittel. Hinzu kommen die legalen Drogen, die in diesem Zusammenhang erwähnt werden müssen – Alkohol, Zigaretten und das momentan beliebte Shisha-Rauchen.

Wie erfolgreich kann Prävention an Schulen überhaupt sein? Gehören Erfahrungen mit Drogen nicht einfach zum Heranwachsen dazu?

Allegra Michahelles: Wir sind davon überzeugt, dass Prävention funktionieren kann, wenn man Vertrauen schafft. Zugleich können und wollen wir Drogen auch nicht verteufeln. Reine Informationsvermittlung und Risikoaufklärung reichen jedoch nicht aus. Entscheidend ist, dass wir die Bedürfnisse und Erfahrungen junger Menschen ernst nehmen und sie in der Entwicklung ihrer Lebenskompetenzen fördern.

Wie sieht das Präventionskonzept der Schule konkret aus?

York Semmler: Gemeinsam mit Experten sowie Eltern- und Schülervertretern haben wir ein Präventionskonzept für die einzelnen Klassenstufen entwickelt, dessen Inhalte auf die jeweilige Altersstruktur der Schülerinnen und Schüler eingehen. So findet in jedem Schuljahr eine altersgemäße Emotionalisierung der einzelnen Themen statt. Dabei arbeiten wir mit einem erweiterten Suchtbegriff, der neben legalen und illegalen Drogen unter anderem auch die Bereiche Medien, Essstörungen und Pornografie umfasst. Nähere Informationen hierzu gibt es auch auf den Elternabenden zu Beginn eines Schul-jahres.

Und was, wenn ein Schüler doch zu Drogen greift?

Allegra Michahelles: Zunächst muss die Schule durch den Schüler selbst oder durch Dritte – Eltern oder Mitschüler – davon Kenntnis erhalten. Dann stehen Hilfe und Fürsorge an erster Stelle, auch wenn wir natürlich nicht an den gesetzlichen Bestimmungen vorbeikommen. Um ein einheitliches Agieren der Schule sicherzustellen, haben wir einen Handlungsfahrplan erstellt. Dieser beschreibt detailliert die jeweiligen Maßnahmen, mit denen wir auf unterschiedlichen Delikte wie Drogenkonsum, Drogenbesitz, Drogenverkauf etc. reagieren. Aber noch einmal: Die Sanktion steht nie im Vordergrund, sondern ein breit angelegtes Unterstützungsangebot. Hier arbeitet unsere Schule eng mit der Beratungsstelle Neues Land zusammen.

An wen kann man sich wenden, wenn man ein Anliegen in puncto Drogen hat?

York Semmler: An uns. Als Beratungslehrer gehen wir mit jedem Fall vertrauensvoll und diskret um. Für uns gilt eine Schweigepflicht gegenüber Dritten. Das heißt: Jeder Hilfesuchende kann sich darauf verlassen, dass wir die uns anvertrauten Informationen nicht unbefugt weitergeben. Man erreicht uns direkt vor Ort oder über die E-Mail-Adresse

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Und hier der Handlungsfaden zum Umgang mit illegalen Drogen.

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