Seiltänzerstück in vier Akten

Katharina Knie

Manege frei! Jonglage, Akrobatik, Einrad — der Zirkus gastierte auf unserer Aula-Bühne, als die 8a Ende März mit ihrem Klassenspiel „Katharina Knie“ von Carl Zuckmayer Premiere feierte.

Wie wichtig es ist, schwierige Lebenssituationen gemeinsam zu bestehen und füreinander da zu sein, hat der Schriftsteller Carl Zuckmayer in seinem — auch heute noch aktuellen — Bühnenstück von 1928 bewegend geschildert. Erzählt wird von den Sorgen und Nöten der kleinen Seiltänzertruppe um Karl Knie und seine Tochter Katharina, die zu Zeiten der Inflation von Dorf zu Dorf zieht, um sich ihr Brot zu verdienen. Als Katharina einem Bauern erst den Hafer und dann das Herz stiehlt, wird die überschaubare Zirkuswelt aus dem Gleichgewicht gebracht. Am Ende steht Katharina vor der Entscheidung: Fortsetzung des Wanderlebens in der eingeschworenen Gemeinschaft oder ein Leben an der Seite des Bauern Rothacker?

›Gemeinsam‹ wurde denn auch gelernt, geprobt und inszeniert, es wurden Requisiten in Kellern und Garagen gesucht, stimmige Kostüme erdacht, Akrobatik ersonnen und passende Musikstücke einstudiert. Über Wochen haben sich die 30 Schülerinnen und Schüler intensiv auf ihr Klassenspiel vorbereitet. Sie sind mit Begeisterung und Freude ins Spielen gekommen, haben sich mit dem Stück und ihrer Rolle identifiziert, statt nur den Text auswendig zu lernen. Bis zum schicksalhaften Ende war die schauspielerische Begeisterung der Schülerinnen und Schüler schließlich in beiden Besetzungen spürbar — sie hätte gefühlvoller und souveräner nicht sein können. Es gab eine herrliche Resonanz zwischen Klasse und Stück und so hat auch das Publikum beide Aufführungen genossen und spendete stürmischen Applaus. Nach der letzten Verbeugung verabschiedeten sich die Schauspielerinnen und Schauspieler denn auch mit gemischten Gefühlen: Befreit nach den Anstrengungen der letzten Wochen und stolz auf die gemeinsame Leistung — und gleichzeitig traurig, weil schon wieder alles vorbei ist. Den vollbrachten Aufführungen folgte eine fröhliche Party und bildete den perfekten Abschluss dieser aufregenden Zeit.

Auch das gelungene Bühnenbild machte deutlich, dass für die Seiltänzertruppe nicht immer alles eitel Sonnenschein ist: Zwei verwitterte Zirkuswagen, ein kleines Lagerfeuer, vielerlei Zirkusrequisiten, ein roter Manegenvorhang und die einfühlsame Beleuchtung bildeten die Kulisse, vor der sich die Geschichte abspielte. Viele helfende Hände bildeten hinter den Kulissen den Rahmen von Regie, Bühnenbild, Requisiten, Kostümen, Beleuchtung und musikalischer Untermalung, der die Stimmung perfekt zur Geltung brachte! Herzlichen Dank an die Klassenlehrerin Frau Oberreuter, Frau Kunze (Regie), Frau Mangels und Frau von Carnap (Plakate), Herrn Reese (Kulisse), Frau Bögelmann, Frau Petersen, Frau von Witzleben (Kostüme), Frau Wehaus und das tolle Elternteam (Maske), Frau Udert (Musik), Frau Struck (Sprachgestaltung), Magnus und Hinrich (Licht), Herrn Requardt (Bühne) und die Parallelklasse für das Pausenbuffet.

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