Von der 1. Klasse an lernen alle Kinder Englisch, von der 2. Klasse an in wechselnden Jahrgängen Russisch oder Französisch. Ab der 7. Klasse entscheiden die Schüler, die ein Abitur anstreben, ob sie bei ihrer bisherigen zweiten Fremdsprache bleiben oder eine andere wählen. Neben Französisch und Russisch besteht zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit auch Latein als zweite Fremdsprache zu wählen.
Für das Zustandekommen dieser Gruppe ab Klasse 7 ist eine Gruppengröße von mindestens 12 und höchstens 25 Schülern erforderlich.

Das Erlernen der Sprache

In der Grundschulzeit stehen das Hören und Mitsprechen, das Singen von Liedern, die Rezitation von Reimen, Spiele und Tänze im Mittelpunkt der Begegnung mit den Fremdsprachen. Diese unmittelbare und oft spontane Herangehensweise eröffnet den Kindern einen Zugang zu der fremden Sprache, der dem Erlernen ihrer Muttersprache ähnlich ist. Grundlegende Sprachelemente werden durch die eigene, vielfach nachahmende Tätgikeit der Kinder angelegt.

Erst in der 4. Klasse beginnt allmählich die systematische Bewusstmachung des vorher Geübten. Viele bekannte Reime oder die Namen von Gegenständen des alltäglichen Gebrauches werden jetzt aufgeschrieben und lesend wiedererkannt. Statt abstrakter Übersetzungen wird Gehörtes und Gelesenes frei wiedergegeben. Auch kleine Dialoge werden geübt. In der 5. Klasse wird die Bekanntschaft mit dem geschriebenen Wort weiter vertieft, indem erste längere Lektüren gelesen werden. Auch hier geht es noch immer um das lebendige Sprachverstehen und nicht um abfragbares Wissen. Erst in der 6. Klasse treten "Warum-Fragen" und die aktive Arbeit am Wortschatz stärker in den Vordergrund.

In den 7. und 8. Klassen stellen die Schülerinnen und Schüler zunehmend eigene Fragen an die Lektüre, mittels derer sie sich die Bedeutung des Gelesenen neu erschließen. Die Landeskunde der Ursprungsländer der gelernten Sprachen bietet viele Anknüpfungspunkte für interessante Gespräche. Neben dem immer weiter gepflegten Liedgut und den Rezitationen werden auch kleinere oder größere Theaterstücke erübt.

In der Oberstufe werden die in der Unter- und Mittelstufe angelegten Sprachgrundlagen weiter ausgebaut und vertieft.

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