Wie alles begann

Die erste Waldorfschule

Die erste Waldorfschule wurde 1919 von Rudolf Steiner (1861-1925) in Stuttgart gegründet. Mit ihr wurde zum erstenmal das Prinzip sozialer Gerechtigkeit im Bildungswesen verwirklicht. Unabhängig von sozialer Herkunft, Begabung und späterem Beruf erhielten junge Menschen eine gemeinsame Bildung. Damit hat die Waldorfschule als erste Gesamtschule das mit dem vertikalen Schulsystem verbundene Prinzip der Auslese durch eine Pädagogik der Förderung ersetzt.

Waldorfschulen international

Waldorfschulen sind die international größte von Staat und Kirche unabhängige Schulbewegung. Weltweit gibt es im Frühjahr 2011 1000 Waldorfschulen, in Europa 689, davon etwa die Hälfte in den Niederlanden und Deutschland. Jedes Jahr kommen etwa 10 Schulen hinzu. Sie sind nicht zentral organisiert, sondern sie schließen sich zu regionalen, nationalen und internationalen Verbänden zusammen und unterhalten eine eigene Lehrerausbildung in 64 Lehrerseminaren und Hochschulen und einer Vielzahl von berufsbegleitenden Seminaren.

Selbstverwaltung und staatliche Anerkennung

Waldorfschulen werden von örtlichen Elterninitiativen gegründet und von Lehrern und Eltern selbst verwaltet. Waldorfschulen sind allgemein zugänglich, also freie öffentliche Schulen für Jedermann. Als Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft sind sie durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verfassungsmäßig geschützt und in Niedersachsen als " Schulen mit besonderer pädagogischer Prägung" staatlich anerkannt.

Finanzierung

Das Grundgesetz schreibt für Schulen in freier Trägerschaft gleichwertige pädagogische Leistungen und ein Verbot der Sonderung der Schüler nach den finanziellen Verhältnissen der Eltern vor (Artikel 7, Absatz 4). Daraus ergibt sich ein Rechtsanspruch auf Finanzhilfe aus öffentlichen Mitteln. Allerdings werden die gemeinnützigen Schulen in freier Trägerschaft gegenüber den staatlichen Schulen finanziell benachteiligt. Freie Waldorfschulen erhalten 20% bis 50% weniger finanzielle Unterstützung als staatliche Schulen. Die daraus entstehende Finanzierungslücke muss über Elternbeiträge geschlossen werden. Die Höhe und Art der Ermittlung der Elternbeiträge kann jede Schule individuell regeln. Fast überall gilt das Solidarprinzip, wonach die Beiträge in Abhängigkeit vom Einkommen festgelegt werden, damit ein Schulbesuch nicht an finanziellen Gründen scheitert.

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